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Die Geschichte des Shovelkommandos in Nienburg an der Weser reicht zurück bis in die finstere Zeit der Mythen und Legenden des letzten Jahrtausends - eine Zeit in der die damals noch unwissenden Member Stahl aus den Ländern des Sushi oder der Spaghettis bewegten. Nicht das sie diese Zeit verleugnen würden, aber eine gewisse Unausgefülltheit mit diesen seelenlosen und meist perfekt funktionierenden Maschinen lag ein wenig in jedem von ihnen. Fast alle kannten sich bereits vorher schon von der kleinen aber feinen Custom-Werkstatt des “Bikeshop Rubeau” in Husum bei Nienburg, wo Unmögliches möglich gemacht wird. Der Besitzer, kurz “Rübe” genannt, ist seit jeher auf das Edelmetall aus Milwaukee spezialisiert und nennt seit langem eine Knucklehead und diverse Shovelprojekte sein eigen. Durch diesen ständigen Umgang miteinander begann sich der Geschmack bei einigen mehr oder weniger stark herauszubilden - der Hunger auf ein “wahres heavy metal Custombike” ohne Schnörkel und Schnickschnack! Allein die fehlenden finanziellen Mittel hielten den Einen oder Anderen noch zurück. Als Mentor, bzw. als Keimzelle des “Shovelismus” (anerkannte Krankheitsform: erzeugt höchste und unkontrollierbare Glücksgefühle) war u.a. unser kroatischer Bruder Zejlko anzusehen, dessen blauer gebrushter Shovel mit Apehanger schon sehr früh so manche Begehrlichkeit weckte. Innerhalb kürzester Zeit infizierte er mit Hilfe des ebenso vom Schwermetall überzeugten, aber mittlerweile verlorengegangenen Bruder Krischan, sowie unseres Bruders Kasi, weitere “harmlose Biker”, die bis dahin noch gar nicht wussten wie schnell Mann eine Menge Geld für alte amerikanische Motorräder ausgeben konnte. Einem überzeugten Moto-Guzzi Fahrer mit bildschönem “Italo-Chopper” ging es ebenso an den Kragen, wie dem biederen 1400’er Intruder Fahrer aus der Nachbarschaft. Der eine arbeitete 1 Jahr für die UN im Kosovo um sich die Kohle für seinen Shovel zusammenzukratzen, der andere verhökerte kurz darauf im Shovelwahn seine “Pracht-Guzzi” - beide bekannten sich nun vorbehaltlos zur “wahren Lehre“ - wussten bis dahin allerdings noch nicht welche Höhen und Tiefen ihnen noch bevorstanden ....!! Im Jahre 2001 kam es dann zu jener denkwürdigen Begebenheit, bei der Krischan, Kasi und KFOR zur “European Bikeweek” an den Faaker See nach Austria fuhren. Bei diesem Event kam es dann zu einem jener historischen Momente, bei dem die Welt manchmal für einen Augenblick innehält - das “Shovelkommando” wurde dort schließlich als “freier Stammtisch für Shovelinfizierte” ohne MC Ansprüche gegründet. Lediglich das seit damals existierende kleine Patch auf der Jacke, bzw. Kutte dient der “Identifizierung der Infizierten“. Nach der Rückkehr mit leeren Taschen und völlig pleite, sowie glänzenden Augen von den vielen überstandenen “Abenteuern”, scharten sich dann innerhalb kürzester Zeit Gleichgesinnte um diese Drei. So sind heute Bollo, aka Hermann, als offizieller Präsi und auch Jabba und Bulli also feste Bestandteile des Kommandos nicht mehr weg zu denken. Hinzu kame dann noch Slin, der nach einer italienischen “Ducati-Odyssee” endlich im Heimathafen angekommen zu sein scheint. Auch seine rote “bella Donna” wurde schnöde versilbert und gegen eine klassische “dicke Amerikanerin”, einen Shovel aus dem Jahre `79, eingetauscht. Nun kann man auch bei ihm das breite Grinsen kaum noch aus dem Gesicht bekommen. Einige Gesichter kamen und gingen mit der Zeit und wie fast überall fand auch hier bis heute eine “Gesundschrumpfung” des SKN statt. Die “Statuten” sind mittlerweile auch nicht mehr ganz so streng, da wir zunächst einen sehr engagierten Bruder auf einem neumodischen Bike in unserer Mitte hatten aber die Chemie stimmte - Cord fuhr und fährt einen prämierten “EVO-Hybriden” - ihm sollten noch einige Brüder folgen. So brachten die Jahre 2005 bis 2008 dann Motoren-technisch bei einigen unserer Brüder Veränderungen: So verkaufte Bulli seinen Shovel, um kurzzeitig aus der Harley-Szene zu verschwinden, dann aber mit einem TwinCam-Umbau im Carbon-Look gnadenlos zurück zu erscheinen. Auch Kasi musste den hohen Preis für die mit seinem Club verbundenen weiteren Ausfahrten zahlen und löste mit einem weinenden und einem lachenden Auge seinen alten Shovel und die neu hinzugekommene Buell gegen einen TwinCam-Umbau mit brachialem Sound ein. Letztlich tauschte auch Slin seinen Shovel zunächst für ein Jahr gegen eine Springer-Softail ein, diese musste dann allerdings einem V-Rod-Umbau weichen. Auch wenn hierbei manch einer den Kopf schütteln mag, so sind trotzdem alle der wahren Lehre, nämlich dem Fahren amerikanischer Motorräder und dem Gefühl der Freiheit verbunden geblieben. Getreu dem Motto: Einmal Shovel, immer Shovel !!! Gute Kontakte vielen größeren und kleineren MC`s der Umgebung, sowie freundschaftliche Verbindungen zu den Jungs der “Pre-EVO-Sektion” in Bremen lassen auch in der kalten Jahreszeit keine Langeweile bei uns aufkommen ... ...und wir hoffen das das noch lange so bleibt!
In diesem Sinne grüssen wir alle vom gleichen Fieber infizierten.
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